Metonymie und Metapher als sprachliche Strukturen – Jakobsons: „Zwei Seiten der Sprache und zwei Typen aphatischer Störungen“

Nicht nur zum Verständnis der russischen Realisten kann Roman Jakobsons Aufsatz beitragen. Was sich hochgradig medizinisch anhört, ist längst Standardlektüre für Sprach- und Literaturbegeisterte. Als Leseeinstieg ist es sinnvoll zu klären, was eigentlich mit Metonymie und Metapher gemeint ist. Beide Begriffe entstammen der griechischen Redekunst (wir erinnern uns an den … Weiterlesen…

Was macht Kafka bei den Donkosaken? – Tolstois „Der Schneesturm“

Um es vorab richtig zu stellen: Kafka war (meines bescheidenen Wissens) niemals in der russischen Steppe. Aber es scheint, als hätte seine unnachahmliche Handschrift die Feder des russischen Realisten Tolstoi geführt. Da nun Kafka jünger ist als Tolstoi, halte ich es für falsch, Tolstois Erzählung als kafkaesk zu bezeichnen. Und … Weiterlesen…

“Alles ist tot” – Dostojewskis “Die Sanfte”

Eigentlich war ich bisher kaum firm mit den Werken russischer Schriftsteller, bis ein impressionistisch wirkendes Einbandbild des Anaconda-Verlages mich angesprochen hat, metaphorisch gesprochen. Auf ihm war in pastellfarbenen Rosatönen die Rückansicht einer eleganten, sitzenden Frau abgebildet, die schön zu sein schien, jung, unschuldig, in jedem Fall ideel. Ohne große Erwartungen … Weiterlesen…