Die „Hermeneutik der Faktizität“ – Heideggers „Ontologie“

Ich habe mir angewöhnt, Martin Heidegger „Heidi“ zu nennen. Nicht aus Respektlosigkeit oder um ihn symbolisch zu diskreditieren. Im Gegenteil: Mit dieser eigenwilligen Umbenennung bestehe ich demonstrativ darauf, dass seine Texte zugänglicher sind, als sie erscheinen. Es ist – um an Heidis Sprachgebrauch anzuknüpfen – ein Versuch der Ent-Ängstigung, der Ent-Schreckung bezüglich seiner komplizierten Ausdrucksweise. Heidegger ist verstrickt, Heidi klingt harmlos.

Ich werde Heidi sicherlich nicht gerecht: Denn, um es vorab deutlich zu sagen, Heidis Texte lassen sich nicht adäquat in Alltagssprache übersetzten. Wenn dem so wäre, müsste ich behaupten, ihn zu verstehen. Und wenn ich ihn verstünde, wäre jegliche Diskussion über seine Werke obsolet. So ist es eben mit den großen Philosophen: Ein vollständiges Verständnis wird niemals erreicht, andernfalls gäbe es nicht viel zu sagen über die Philosophie. Es erscheint mir konsequent, Heidi so zu behandelt, wie er sich ausgibt, nämlich un-alltäglich artifiziell, dennoch irgendwie, in der Möglichkeit eines Nachvollzugs begriffen. Kein Text besteht isoliert, irgendetwas an ihm muss verständlich sein, muss in ein Sozialsystem aus Lesern integrierbar sein. Oder wie war das mit dem Baum, der umfällt, ohne gehört zu werden? Deswegen scheue ich Heidis Ontologie nicht. Es handelt sich um einen Text, der in meiner Muttersprache verfasst ist (eine grundsätzliche, sprachliche Nähe ist dadurch also gegeben, oder etwa nicht?), der sich mit dem Leben beschäftigt, mir der Alltäglichkeit und ihres Erfassens. Ohne Frage eine lebensnahe Thematik.

Der Text setzt eine wichtige Grenze. Es ist die Verabschiedung des ontologischen Verständnisses, wie es vorher (vor Heidi?) geherrscht hat. Mit Ontologie ist die Frage nach dem Sein bzw. das Seinsverständnis gemeint, ein uraltes, philosophisches Thema. Heidi bricht mit der traditionellen Auffassung von Ontologie als sakrales, nicht hinterfragbares, unabänderliches Wesensgesetz, und vollzieht eine Hinwendung zur Ontologie als „unverbindliche Anzeige“, als „ein auf Sein als solches gerichtetes Fragen und Bestimmen“. Einfach, jedoch mit Vorsicht formuliert bedeutet das: Er wechselt von einer absoluten Vorstellung des Seins hin zu einer relativistischen, das heißt auf ein Sein, dass von weiteren Faktoren abhängig ist, als nur von sich selbst. Er stellt es in einen Zusammenhang. Das Gerichtet-Sein der Ontologie auf ein Sein ist notwendig. Wäre sie auf etwas anderes gerichtet, hieße sie nicht Ontologie. Wäre sie auf nichts gerichtet, gäbe es sie nicht. Eine Parallele liegt im Gerichtet-Sein des Blicks auf ein Ding, radikaler formuliert, auf die Konstituierung, die „Erstellung“ eines Dings durch den Blick: Etwas ist da, WEIL ich es sehe. Es wird ein einleuchtender Hinweis auf Husserl gegeben, den Begründer der Phänomenologie, der Lehre über das in Erscheinung Tretende. Und hier liegt Heidis Kritik: Die Ontologie in modernem Verständnis befindet sich in Verklammerung mit der Phänomenologie. Sie arbeitet ungenügend, weil sie sich (in phänomenologischer) Betrachtung auf die Gegenstände richtet, nicht auf das Dasein, und weil dieses Gerichtet-Sein ihr den Zugang zum eigentlichen Dasein verlegt.

Heidi erkennt der Ontologie ihre Zweckmäßigkeit ab, da sie sprichwörtlich formuliert den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, oder eben das Dasein vor lauter Gegenständen. Er kritisiert ihren Fokus, doch was schlägt er alternativ vor? Die Frage führt zu Heidis Hermeneutik.

Die Hermeneutik (Lehre vom Verstehen) wird scheinbar vorgeschlagen als ein Weg zur Faktizität, das heißt, dass sie als Vollzugsmethode vorgeschlagen wird, um die Faktizität verstehen zu können. Hinter dem Begriff der Faktizität verbirgt sich der Seinscharakter des eigenen Daseins, also eine Verschachtelung des Konkreten im Allgemeinen. Das eigene Dasein im „da“ wiederrum findet die Bezeichnung als faktisches Dasein. Der vielen, neuartigen, verwirrenden Formulierungen zum Trotz ist eine Hervorhebung des Subjektiven augenscheinlich, das „eigene“ spielt eine konstitutive Rolle.
Die Aufgabe der Hermeneutik ist die Schaffung einer Möglichkeit für das Dasein, für sich selbst verstehend zu werden. Küchenpsychologisch ließe sich vielleicht von einer Erkenntnis des eigenen Selbst reden, von einem Den-eigenen-Weg-finden. Die Existenz wird insofern vom Dasein abgehoben, als dass sie das Dasein, das nicht „da“ ist, bezeichnet, also „bloße Existenz“ im Gegensatz zu bewusstem, reflektiertem und konkretem Leben. Die Begriffe, mit denen sie Umschrieben wird, werden Existenzialien genannt. Dabei deutet ein jeder Begriff (augenblickskonstitutiv), auf eine Vorhabe (Grunderfahrung), diese wiederrum lässt auf einen Vorgriff (die Art und Weise des des Befragens) schließen. Der befragte Gegenstand der hermeneutischen Methode ist das Selbst des Daeins, begriffen in seiner (vorhabemäßigen, also grunderfahrungsbezüglichen) Fraglichkeit. Gefragt wird aus dem Heute heraus. Das Ziel der Befragung ist ein existentielles Erkennen, eine Selbstauslegung des Wie des Daseins, gefasst als ein Wachsein des Daseins. Dieses Wachsein ist lebendig in der Selbstauslegung. Die Hermeneutik braucht das Wachsein, ohne dieses, ist sie leer und ohne Sinn. Es scheint mir dabei um ein „waches“, ein „aufgewecktes“, also reflektionsbereites und bewusst handelndes Bewusstsein zu gehen, um eine bestimmte geistige Haltung, eine philosophische Gemütsverfassung.

Spannend ist Heidis versteckte Rechtfertigung seiner „merkwürdigen“ Sprache. Er konstatiert für den Begriff des Menschen eine bestimmte Blickstellung, einen semantischen Ballast sozusagen, der geprägt ist vom abendländisch-philosophischen und christlichen Verständnis unserer Kultur. Er möchte diesen abwerfen, indem er ein neues Vokabular kreiert. Eine zweifellos spitzfindige Taktik, deren kommunikative Anschlussfähigkeit meines Erachtens zu hinterfragen wäre (anders formuliert: Wie kann ich die abendländische Ontologie außerhalb ihrer tradierten Regeln fassen, ihren Begriff sogar erweitern? Es soll gesagt sein, dass Heidi beweist, dass es tatsächlich möglich ist; er geht äußerst reflektiert und bezüglich vor. Dennoch stelle ich als philosophischer Laie die Stichhaltigkeit seiner Ansichten vor dem Hintergrund seines Titels „Ontologie“ infrage…Hätte er nicht auch hier ein neues Wort verwenden müssen?!). Ganz explizit schließt er das „Ich“, oder besser, alle „Ichs“, aus seinen Betrachtungen aus. Er nennt die Zeitlichkeit als Existenzial, als Umschreibungsgröße der Existenz. In der Öffentlichkeit (die Öffentlichkeit ist wichtig, da sich in ihr das Dasein zeigt) weist das Gerede über auf ein (allgemeines?) Wie des Seins, also auf seine Ausgelegtheit. Das Auslegen selbst erfolgt auf zwei bestimmte Weisen: a) als geschichtliches Bewusstsein oder b) als philosophisches.

Bevor ich fortfahre mit meiner Lektüre ud an die beiden genannten Auslegungsarten anknüpfe, möchte ich aus Gründen der Einfachhaltung und Übersichtlichkeit eine Zusammenfassung des bereits Gelesenen geben:

1. Heidi kritisiert die traditionelle ontologische Betrachtungsweise, also die Befragung der „Dinge“ nach ihrem Sein/ ihrem Wesen, bezüglich ihrer Berufung auf nicht hinterfragte Wesensgesetze. Für die Grundsätze dieser Ontologie stellt er quasi einen sakralen Status fest. Dementgegen hält er „sein“ Verständnis von Ontologie als „Befragungsart“, nicht als „Kategorisierung in ein vorgefertigtes System von Aussagen“.

2. In einer phänomenologisch-ontologischen Betrachtungsweise, wie sie im 19. Jahrhundert mit Brentano und Husserl aufkommt, bemängelt er die bloße Fokussierung auf Gegenstände, die den Blick zum eigentlichen Dasein versperrt.

3. Um sich diesem „Dasein“ anzunähern, schlägt Heidi die hermeneutische Methode vor. Dabei verwendet er allerdings nicht denselben Hermeneutikbegriff, wie ihn noch Schleiermacher oder Dilthey verwendet haben, sondern modifiziert ihn zu einer Vollzugsmethode, mit welcher die Faktizität ausgelegt werden soll.

4. Faktizität ist der Seinscharakter des eigenen Daseins (die persönliche Tatsächlichkeit, also das persönliche Leben?), das faktische Dasein ist das eigene Dasein im „da“. Der Begriff des Daseins ist augenscheinlich Heidis Metier, sein persönlicher Spielplatz. Ich verbinde den Begriff mit bewusstem, reflektiertem Leben in der Welt, mit einer bestimmten Haltung zur eigenen Existenz und Umwelt. Das Dasein ist wichtig, da es, so wie ich es verstehe, eine Mittlerposition zum Sein einnimmt. Und da möchte Heidi schließlich hin mit seiner Ontologie: Er stellt die Frage nach dem Sein.

5. Wichtige, bisher gefallene Begriffe sind:
Die Vorhabe (das, was vorher gehabt wird, eine Grunderfahrung), der Vorgriff (als das Wie des Befragens in unmittelbarer Anlehnung an die Vorhabe), das Wachsein (als Bedingung für den Vollzug der Hermeneutik), die Existenzialen (als Beschreibungsmedien/ kategorielles Ordnungsschema zur begrifflichen Annäherung an die Existenz).

Ich lasse mich nicht von Heidis Bezügen zur Philosophiegeschichte (u.a. Phänomenologie) mitreißen, da ich, gelinde gesagt, keinen Schimmer habe von den dort gezeichneten Zusammenhängen. Sie werden von mir höchstens überflogen.
Nach Vorstellung der beiden Auslegungsarten des Daseins konstatiert Heide nocheinmal die Aufgabe seiner Arbeit, die darin besteht, das jeweilige Dasein (als ausgezeichnetes Sein) derart in den Blick zu nehmen, das in ihm ein Sein deutlich wird (nach längerer Beschäftigung mit dem Heidegger´schen Text, wird aufenfällig, dass er seine Ausdrücke, ich meine gerade die, die beim ersten Lesen für Verwirrung und Frustration sorgen, da man nicht weiß, wie sie zu verstehen sind, dass er gerade diese Worte in einem „wortwörtlichen“ Sinne gebraucht: z.B. Faktizität als das, was faktisch da ist; oder Vorhabe als das, was im Vorhineien gehabt wird, usw….eine hoffentlich hilfreiche Erkenntnis). Die Geschichte, sowie die Philosophie weisen auf das Dasein, bzw. das Dasein weist in seinen beiden Arten der Auslegung selbst auf sich, es ist darin selbstausgelegt. Doch, und nun kommt eine weiterführende Frage auf, inwiefern weist das Dasein in dieser seiner Selbstauslegung auf seinen Seinscharakter?

Hieran knüpft die hermeneutische Frage nach dem, als was das Dasein in seinen Auslegungsarten (also der Geschichte und der Philosophie) begegnet. Dabei ist von ontologischen Vorurteilen, also Vorprägungen abzusehen (gemeint ist wohl eine traditionelle ontologische Verfahrensweise, wie Heidi sie an vielen Stellen seiner Arbeit kritisiert). In der geschichtlichen Auslegung stellt sich das geschichtliche Bewusstsein vor die Mannigfaltigkeit des Soseienden (der Gegenwart, wie sie konkret und augenblicksgetreu erscheint) als bestimmtes Verweilen bei-. Dieses Verweilen bei- ermöglicht die von Heidi weiter oben eingeführte Methode des universalgestaltenden Ordnens der Geschichtsbetrachtung, in dessen Vollzug ein Hin- und Hersehen inbegriffen ist (ergo kann der Standpunkt, von dem aus betrachtet wird, eine Einbußung erfahren, weil er immer einen „blinden Fleck“ beinhaltet). In der Öffentlichkeit der geschichtlichen Betrachtung legt das Dasein sich selbst aus, in seiner Selbstauslegung drängt es selbst ins Verweilen, in die Auseinandersetzung mit einer Vergangenheit. Was dabei zutage tritt ist nicht metaphysisch aufzufassen, sondern konkret: ein Blick in die Zukunft. Die Rolle der Philosophie für das Dasein ist anderer Art: Sie bietet dem Dasein objektiven Schutz unter ihrem Schirm, muss allerdings, in ihren Betrachtungsweisen ständig in Bewegung bleiben und darf nicht zu monolithischen Grundsätzen geraten. Übrigens erscheint in seiner Selbstauslegung, die in den beiden Auslegungsarten des Dasein erfolgt, die Neugier als Grundphänomen.

Ich überspringe Heidis Betrachtungen zur Phänomenologie und komme zum spannensten Teil seines Textes: Das Dasein als Sein in der Welt.
Dem bereits erwähnten Grundphänomen der Neugier liegt die Vorhabe zugrunde. Sie fasst das Dasein auf als ein Sein in der Welt (von Heidi als formale Anzeige bezeichnet). Diese Betrachtung ist nicht feststehend, sondern erscheint oder formiert sich im Zuge einer Blickbahnlenkung, also einer bestimmten Fokussierung. Diese muss das tradierte Schema einer Anschauung im Sinne einer Subjekt-Objekt- Beziehung überwinden (tradiertes, erkenntnistheoretisches Schema: Ich sehe etwas) und der Forderung eines standpunktfreien Betrachtens (Loslösung von einem festgefahrenen Blick auf die „Dinge“, Unvoreingenommenheit) nachkommen.
Konstitutiv für die Vorhabe ist das Da in der Alltäglichkeit (Durchschnittlichkeit), das „man“, hinter dem sich eine Eigenheit (eine Individualität, die Einzelperson) versteckt. Als formale Anzeige für das Dasein (hinsichtlich einer Beantwortung der Frage nach dem Worin des Seins) spricht sie von einem Sein-in-der-Welt, d.h., die Welt begegnet und erhält sich in einem Charakter von Verweisungen, der sie wiederrum als Besorgte ausweist (das Wort ist aufzufassen in all seinen semantischen Facetten: Sorge, Erledigung, usw.). Das macht sie zu einer „umhaften“ Welt bzw. weist auf ihre Umwelt. Anders ließe sich formulieren, dass die Welt in ihrem Charakter der Besorgnis ein Beziehungsgefüge offenlegt, für welches eine Umwelt unabdingbar ist. Dieses In-der-Welt-sein nennt Heidi nach ellenlanger, wiederholender Ausführung auch das besorgte Weltdasein-Sein und bezeichnet es als eine Daseinsweise des faktischen Lebens (der Mensch begriffen innerhalb einer Struktur von Verweiszusammenhängen, das heißt in einem Netzwerk aus sozialen Kontakten…Facebook macht es deutlich). Nach zwei Beispielen, in denen das Vernehmen (sinnliches Aufnehmen und sprachliches Wiedergeben) einer Sache (eines Tisches) exemplarisch gemacht wird, fällt Heidi das Fazit, dass das eigentliche Dasein (in seinem Charakter als in-der-Welt-seiend)gleichzusetzen ist mit dem vernehmenden (artikulierend perzipierten?) Vermeinen (subjektive Auffassung und Artikulation über eine Sache?).
Hinsichtlich eines Was und Wie des Begegnens erscheint das Begegnete in seiner Bedeutsamkeit (für jemanden?), hierin liegt eine Bezug zum Charakter der Erschlossenheit einer Sache (Erschlossenheit von erschließen als Verständnis- oder Kennenlernprozess).
Diese Erschlossenheit hält das Begegnete in seinem Dasein, macht es zu etwas, das „da“ ist. Sie lässt sich wiederrum in zwei Charakteristiken teilen: Die Vorhandenheit einerseits, den mitweltlichen Vorschein andererseits. Die Vorhandenheit deutet auf ein Verfügbarsein, auf die Beantwortung der Frage nach dem Wofür und Wozu einer Sache. Es legt den eigentlichen Charakter einer Sache im Da fest, verkörpert bzw. artikuliert als ein Dafür oder Dazu.
Der mitweltliche Vorschein offenbart das in der Alltäglichkeit Mitseiende. Das „mit“ in „mitweltlich“ deutet auf die Begegnung dieser Mitseienden als faktisch lebende. Der Begegnischarakter wird getragen von der Vertrautheit, dem bekannt-Sein-in-der-Welt, einem Sich-Auskennen-mit (Potenziell ist in der Vertrautheit ein Störmoment angelegt, die unvermeidliche Konfrontation mit etwas von mir nicht gekanntem. Heidi nennt das das Unberechenbare, da es immer anders ist, als man eben dachte).
Zuletzt wird die Rolle der Sorge im aufgezeigten Verweisungszusammenhang hervorgehoben, also das Sorgen als Umgehen. Heidi konstatiert beinahe nebensächlich, dass die eigentliche Weise des Seins in der Welt eben das Sorgen ist, das Zurechtkommen innerhalb der Verweisungen, des Netzwerkes. Dabei sticht, wie ich denke, deutlich eine Differenz zwischen Heidis Ontologie-Konzept und dem Traditionellen hervor: Das Sein ist gesehen als in ein sich ständig neu formierendes Gewebe, dessen Struktur es einerseits macht und sich gleichzeitig in ihr zurecht finden muss.
In diesem Bild bin ich wohl auf den eklatantesten Zusammenhang zwischen der Heideggerschen Philosophie und der Postmoderne gestoßen.

Der Text endet meines Erachtens relativ abrupt. Obwohl ich niemals mehr lese, als eigentlich nötig, hätte ich mir an dieser Stelle doch weitgreifendere Ausführungen gewünscht. Dennoch bewerte ich meine Lektüre insgesamt als fruchtbar und nützlich. Besonders die sprachliche Besonderheit, an die man sich mit der Zeit gewöhnt, auch wenn ich niemals behaupten würde, sie verstanden zu haben, war eine Triebfeder meines Weiterlesens. Traurig bleibt am Ende jedoch das Gefühl bestehen, dass Heidi Potemkinsche Dörfer errichtet, viel Theorie um ein Konzept verfasst, dass lediglich von seiner Theorie getragen wird. Es wird klar ersichtlich, wieso er der Philosoph des Scheiterns genannt wird: Die Katze beißt sich in den Schwanz, das Sein kann nicht erfasst werden, auch nicht mit noch so komplizierten und neuen Vokabeln. Aber Heidis Katze ist ein schönes, elegantes und originell gezüchtetes Tier. Und das ist schließlich auch viel wert!

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