Der kleine Prinz trifft auf Mircea Eliade und enthüllt das Geheimnis der Rose

Ich habe es gewagt, den kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry mit geschlagenen 30 Jahren zu lesen. Das bekannte wie beliebte, jedoch wenig gelebte „man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ rief in mir einen kurzen Moment aufwallender Freude hervor, als ich das … Weiterlesen…

Gott ist ein mangelhafter Signifikant – Lacans großer Andere

Lacans psychoanalytische Ausführungen sind selbst belesenen Kennern de Saussures und Freuds schwer zugänglich: Es scheint auf den ersten Blick, als erfände er sein Fachgebiet neu mit Begriffen des Strukturalismus und einer Reihe selbst erdachter Matheme. Es dauert seine Zeit, doch die Freud´sche Basis ist unverkennbar. Und es braucht nicht erst … Weiterlesen…

Kafkas „Verwandlung“ oder ein Geleitwort für die Würde

„Jeder Mensch ist frei und gleich an Würde und Recht geboren“. Zweifelsohne steht dieser Satz – von meinem Standpunkt als Ruhrpottstädter – auf dem Fundament unseres Denkens und sollte dementsprechend Maß und Maxime unserer Handlungen im Sinne eines respektvollen und anerkennenden Umgangs sein. Er bringt die unumstößliche  Überzeugung, dass Würde … Weiterlesen…

Der Kampf mit der Moral um die Moral – Rinsers „rote Katze“

Moralische Handlungen halten das soziale Gefüge zusammen. Was jedoch geschieht mit der Moral, wenn der Mensch sich seiner Menschlichkeit erst wieder bewusst werden muss? Meine Generation kennt die Nachkriegszeit vorrangig aus dem Geschichtsunterricht, manchmal aus Erzählungen alter Menschen. Vielleicht erklären sie uns die steifen Ansichten oder schrulligen Eigenschaften unserer Urgroßväter, … Weiterlesen…

Die „Hermeneutik der Faktizität“ – Heideggers „Ontologie“

Ich habe mir angewöhnt, Martin Heidegger „Heidi“ zu nennen. Nicht aus Respektlosigkeit oder um ihn symbolisch zu diskreditieren. Im Gegenteil: Mit dieser eigenwilligen Umbenennung bestehe ich demonstrativ darauf, dass seine Texte zugänglicher sind, als sie erscheinen. Es ist – um an Heidis Sprachgebrauch anzuknüpfen – ein Versuch der Ent-Ängstigung, der … Weiterlesen…

Kinderträume für Generationen: „Die kleine Raupe Nimmersatt“

Ich habe die Geschichte der „Raupe Nimmersatt“ erst als Erwachsene kennengelernt. Dafür habe ich mir umso intensivere Gedanken über die Gründe für ihre Beliebtheit gemacht. Als Kind hätte ich wahrscheinlich einfach die Bilder schön gefunden.Was hat dieses Kinderbuch also an sich, das derart faszinierend auf seine kleinen und großen Leser … Weiterlesen…

Die Regeln der Interaktion – Garfinkels „Das Alltagswissen über soziale und innerhalb sozialer Strukturen“

„The big bang theory“ hat, wie mir scheint, in den letzten beiden Jahren ein wenig an Popularität eingebüßt, seitdem „Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper“ dank seines Mitbewohners Leonard und seiner „Freundin“ (sind sie jetzt eigentlich „richtig“ zusammen?) Amy sozialisiert worden ist. Zumindest habe ich 2012 wesentlich mehr Leute darüber reden … Weiterlesen…

“Alles ist tot” – Dostojewskis “Die Sanfte”

Eigentlich war ich bisher kaum firm mit den Werken russischer Schriftsteller, bis ein impressionistisch wirkendes Einbandbild des Anaconda-Verlages mich angesprochen hat, metaphorisch gesprochen. Auf ihm war in pastellfarbenen Rosatönen die Rückansicht einer eleganten, sitzenden Frau abgebildet, die schön zu sein schien, jung, unschuldig, in jedem Fall ideel. Ohne große Erwartungen … Weiterlesen…