Kafkas „Verwandlung“ oder ein Geleitwort für die Würde

„Jeder Mensch ist frei und gleich an Würde und Recht geboren“. Zweifelsohne steht dieser Satz – von meinem Standpunkt als Ruhrpottstädter – auf dem Fundament unseres Denkens und sollte dementsprechend Maß und Maxime unserer Handlungen im Sinne eines respektvollen und anerkennenden Umgangs sein. Er bringt die unumstößliche  Überzeugung, dass Würde … Weiterlesen…

Die Kunst Recht zu behalten – Mit Arthur Schopenhauer 38 Mal gegen die Kritiker von Menschlichkeit

Zu Beginn steht ein Eingeständnis: Das Folgende fügt sich dem Niveau seines Exempels: platt, reißerisch und provokant, doch seinem Gegner immer einen Schritt voraus. Der Punkrocker des deutschen Idealismus stellt, nach einer niederschmetternden Kritik Ciceros, 38 Wege vor, mit denen ein Streitgespräch gewonnen werden kann. „Die Kunst Recht zu behalten“ … Weiterlesen…

Von Vergifteten Hühnern zur Toleranz – Kippenbergs Erklärung der „Kontroverse über das Verstehen fremden Denkens“

Von Vergifteten Hühnern zur Toleranz – Kippenbergs Erklärung der „Kontroverse über das Verstehen fremden Denkens“

Wie bin ich noch gleich auf diesen Text gestoßen? Richtig, ich habe mir Gedanken über das Thema „Toleranz“ gemacht. Wann ist sie angebracht? Wie weit muss sie gehen? Wo liegen ihre Grenzen? Das Reden über Toleranz ist schwierig, weil die Mitstreiter ihre Toleranzparameter je nach Haltung eigenverantwortlich abstecken. Benutzerdefiniert, sozusagen. … Weiterlesen…

Rene Girard über den Stellenwert von Unglücksvögeln im Sozialgefüge – Auszug aus „das Heilige und die Gewalt“

Rene Girard über den Stellenwert von Unglücksvögeln im Sozialgefüge – Auszug aus „das Heilige und die Gewalt“

Niemand möchte freiwillig Opfer sein, weder im Sinne eines Pechvogels, noch Zielscheibe unnachgiebiger Mobbingattacken. Ganz zu schweigen davon, im Zuge eines blutigen Rituals irgendwelchen Göttern dargeboten zu werden. Dennoch ist dieser Akt wichtig für das soziale Gefüge. Das rechtfertigt ihre Unmenschlichkeit zwar nicht, doch es erklärt sie vielleicht. Rene Girard, … Weiterlesen…

Metonymie und Metapher als sprachliche Strukturen – Jakobsons: „Zwei Seiten der Sprache und zwei Typen aphatischer Störungen“

Nicht nur zum Verständnis der russischen Realisten kann Roman Jakobsons Aufsatz beitragen. Was sich hochgradig medizinisch anhört, ist längst Standardlektüre für Sprach- und Literaturbegeisterte. Als Leseeinstieg ist es sinnvoll zu klären, was eigentlich mit Metonymie und Metapher gemeint ist. Beide Begriffe entstammen der griechischen Redekunst (wir erinnern uns an den … Weiterlesen…