Von Vergifteten Hühnern zur Toleranz – Kippenbergs Erklärung der „Kontroverse über das Verstehen fremden Denkens“

Wie bin ich noch gleich auf diesen Text gestoßen? Richtig, ich habe mir Gedanken über das Thema „Toleranz“ gemacht. Wann ist sie angebracht? Wie weit muss sie gehen? Wo liegen ihre Grenzen? Das Reden über Toleranz ist schwierig, weil die Mitstreiter ihre Toleranzparameter je nach Haltung eigenverantwortlich abstecken. Benutzerdefiniert, sozusagen. … Weiterlesen…

Rene Girard über den Stellenwert von Unglücksvögeln im Sozialgefüge – Auszug aus „das Heilige und die Gewalt“

Niemand möchte freiwillig Opfer sein, weder im Sinne eines Pechvogels, noch Zielscheibe unnachgiebiger Mobbingattacken. Ganz zu schweigen davon, im Zuge eines blutigen Rituals irgendwelchen Göttern dargeboten zu werden. Dennoch ist dieser Akt wichtig für das soziale Gefüge. Das rechtfertigt ihre Unmenschlichkeit zwar nicht, doch es erklärt sie vielleicht. Rene Girard, … Weiterlesen…

Zwei Genieleben in genialer Aufbereitung – Kehlmanns „Vermessung der Welt“

Wenn ich die Möglichkeit habe, zwischen einem Roman und einem darauf basierenden Film zu wählen, entscheide ich mich für dasjenige Unterhaltungsmedium, das mir kurzweiliger erscheint. Ich vermeide Überlängen, wo ich kann, weil ich grundsätzlich ungerne aufgehalten werde, und das selbst beim Genuss eines „guten“ Buches: Bei „Herr der Ringe“ war … Weiterlesen…

Der Kampf mit der Moral um die Moral – Rinsers „rote Katze“

Moralische Handlungen halten das soziale Gefüge zusammen. Was jedoch geschieht mit der Moral, wenn der Mensch sich seiner Menschlichkeit erst wieder bewusst werden muss? Meine Generation kennt die Nachkriegszeit vorrangig aus dem Geschichtsunterricht, manchmal aus Erzählungen alter Menschen. Vielleicht erklären sie uns die steifen Ansichten oder schrulligen Eigenschaften unserer Urgroßväter, … Weiterlesen…